Rizinus (Ricinus communis L.) | Pflanze des Monats März  

Man findet es nicht nur in zahlreichen Cremem oder Badeölen – das Öl der Rizinus-Pflanze hat sehr viel mehr zu bieten.

Rizinus, auch tropischer Wunderbaum genannt, gehört zu der Gattung der Wolfsmilchgewächse und ist sowohl im tropischen Afrika als auch in Indien beheimatet. Je nach den klimatischen Bedingungen kommt diese Pflanze entweder als kleiner Baum, Strauch oder als Kraut vor. Es gibt 20 verschiedene Subtypen der Rizinuspflanze, welche sich in Form und Größe unterscheiden. Vorsicht ist geboten bei den Samen der Pflanze – diese sind nämlich hochgiftig.

 

Doch die Rizinus-Pflanze hat auch viele positiven Eigenschaften. Verwendet wird das Öl aus den Samen der Pflanze, welches etwa zu 85% aus Tricicinolein, dem Trigycerid der Ricinolsäure, besteht. Es ist farblos bis leicht gelblich, dickflüssig und hat einen eher unangenehmen Geschmack.

Besonders bekannt als Heilmittel ist das Rizinusöl aufgrund seiner abführenden Wirkung.  Durch die Aufspaltung des Öls im Dünndarm, entstehen Stoffe, welche die Darmbewegung stark anregen. Heute wird es für diese Indikation jedoch nicht mehr verwendet, da es die Schleimhaut zu stark reizt. Auf Grund seiner sehr stark wehenfördernden Wirkung setzen Hebammen gelegentlich Rizinusöl zur Geburtseinleitung ein.

Gebräuchlich ist Rizinusöl weiters als Hilfsstoff in der pharmazeutischen Industrie. Doch auch kosmetisch wird das Rizinusöl oft eingesetzt, zum Beispiel als Öl für trockene Kopfhaut oder für die Haarspitzen. Auch zur Anregung des Wimpernwachstums wird Rizinusöl gerne verwendet. Im Englischen wird Rizinusöl als „Castor-Oil“ bezeichnet, dieser Name findet sich häufig auf verschiedenen Kosmetik-Produkten.

 

Nina Baumgartner