Gänseblümchen (Bellis perennis)|Pflanze des Monats September

Das Gänseblümchen gehört zu der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) und ist mit seiner charakteristischen Blüte wohl Klein und Groß bekannt. Bei Sonnenschein öffnet sie ihre Blütenköpfchen und schmückt mit ihren strahlend weißen, unterseits meist rötlich angelaufenen Blütenblättern die Wiesen in Mittel- und Nordeuropa. 

 

Ihr Name leitet sich von dem lateinischen Wort bellus ab, das hübsch und schön bedeutet. Der Beiname perennis bringt zum Ausdruck, dass uns diese Heilpflanze von den ersten Frühlingstagen an bis weit in den Spätherbst hinein auf Wiesen oder Wegesrand begleitet. Der deutsche Name bezieht sich hingegen eher auf seinen Standort, der sich in der Vergangenheit mit den Weidenplätzen der Gänse deckte. Sie ist auch unter den Namen Maßliebchen, Maiblume, Sonnenblume und Tausendschön bekannt.

 

 

Bildquelle: Phytopharma

Aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wird das Gänseblümchen in der Volksmedizin gerne in Teemischungen zur Blutreinigung und zur Stoffwechsel- und Appetitanregung eingesetzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen das Verdauungssystem an und unterstützen die Leberfunktion. Den Gerbstoffen wird eine adstringierende und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, während die Saponine die Nährstoffresorption im Darm unterstützen und Cholesterin binden können. Es wird deshalb auch bei Magenbeschwerden sowie als Gallen- bzw. Lebermittel angewendet.

 

Als Wundheilmittel stellt das Gänseblümchen den bekannten Korbblütlern wie Arnika, Ringelblume und Kamille in nichts nach. Mit ihrem wundheilenden und hautreinigenden Saft wird sie in der Volksmedizin gerne bei Verletzungen mit starken Hautdefekten, Verstauchungen und Quetschungen angewandt.

 

Auch in der Homöopathie bewährt sich Bellis perennis zur Behandlung von Traumen, Hämatomen, Verstauchungen, Gelenks- und Kreuzschmerzen sowie bei gastroenteralen Beschwerden.​

 

Karin Kirchengast